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Das Lipödem

Zum Verständnis des Lipödems müssen zuerst die unterschiedlichen Formen der Fettgewebsvermehrung erläutert werden.

Adipositas (Fettleibigkeit)

Die Adipositas ist die häufigste Form, wobei es sich um eine generalisierte Fettgewebsvermehrung des Körpers besonders des Rumpfes, aber auch der Beine und Arme handelt. Die Adipositas ist entweder durch Veranlagung, durch Überernährung oder beides bedingt und kann nur durch eine konsequente Kostreduktion und Sport gebessert werden.

Lipohypertrophie

Die Extremitäten-Lipohypertrophie betrifft nur Frauen. Es handelt sich um eine anlagebedingte Fettgewebsvermehrung der Extremitäten. Charakteristisch ist dabei, dass die Verdickungen der Beine und Arme immer erheblich stärker ausgeprägt sind als die Fettgewebsvermehrungen am Rumpf, dass also eine deutliche Disproportion zwischen den Verdickungen der Beine und der Arme gegenüber dem Rumpf bestehen, eine Fettverteilungsstörung.  
Die Lipohypertrophie manifestiert sich meist in der Pubertät, manchmal aber erst um die Menopause.
  
Die Lipohypertrophie tritt in verschiedenen Formvarianten auf, wobei an den Beinen entweder nur die Oberschenkel betroffen sind oder die Fettgewebsvermehrungen bis zur Mitte der Unterschenkel oder im ausgedehntesten und häufigsten Fall bis zu den Knöcheln reichen.

Objektive Beschwerden bestehen bei der Lipohypertrophie nicht, jedoch leiden die Betroffenen verständlicherweise psychisch oft sehr unter den dicken Beinen oder Armen.
Durch diätetische Maßnahmen ist nur eine Verbesserung zu erwarten, wenn zusätzlich eine Adipositas besteht.
Die einzige erfolgversprechende Therapie, um diese Extremitätenfettgewebs-vermehrungen zu reduzieren, ist die Liposuktion.
Wichtig ist, die an einer Lipohypertrophie mit zusätzlicher Adipositas leidenden Patienten zu motivieren, eine Reduktionskost und Sport durchzuführen, denn die zusätzliche Adipositas verschlechtert die Umfangsmaße der Lipohypertrophie-Extremitäten zusätzlich.

Manuelle Lymphdrainagetherapie (MLD) ist bei der reinen Lipohypertrophie nicht indiziert, da die Patienten objektiv keine Beschwerden haben und somit auch keine Verbesserung erreicht werden kann.

Lipödem 

Aus der Lipohypertrophie entwickelt sich bei einem Teil der Betroffenen irgendwann später ein Lipödem.
Der betroffene Patient bekommt die typischen Krankheitssymptome des Lipödems , wie Spannungsgefühl der betroffenen Extremitäten oder eine Prallheit des Gewebes mit Druck- und Berührungsempfindlichkeit.
Für das Lipödem der Beine ist eine Druckempfindlichkeitim Bereich der Knieinnenseiten, im Bereich der Fettgewebssäcke unterhalb der Knie und direkt oberhalb der Knöchel charakteristisch.
Erst in dem Moment, wenn diese typischen Lipödembeschwerden auftreten, ist auch die physikalische Ödemtherapie indiziert und führt bei den meisten Patienten zu einer völligen Beschwerdefreiheit.
Eine Kompressionsbestrumpfung tagsüber ist erforderlich, da es sonst sofort zu einem Nachlaufen des Ödems und zum erneuten Auftreten der Beschwerden kommen würde.

Zur Volumenreduktion kann auch beim Lipödem die Liposuktion eingesetzt werden. Es ist jedoch dabei zu bedenken, dass die ödembedingten Beschwerden durch dieses Vorgehen nicht immer verschwinden und die Patienten trotz Liposuktion behandlungsbedürftig mit MLD und Kompressionsbestrumpfung bleiben.

Liposuktion

Zur Frage der Liposuktion beim Lipödem und Lipohypertrophie ist zu bemerken, dass sie in beiden Fällen ohne wesentliches Risiko durchgeführt werden kann. Da es sich aber bis auf wenige Ausnahmen um eine kosmetische Operation handelt, sind die Kosten eines solchen Eingriffs von den Patienten selbst zu bezahlen und nicht durch die Krankenkassen.

 
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